Jul 202012
 

Leseempfehlung: Im Blog von Wikimedia Deutschland finden sich eine Reihe sehr interessanter Beiträge zur Wikimania. Die Mischung macht’s. Mitarbeiter, Präsidiumsmitglieder und Stipendiaten vermitteln mit ihrer jeweiligen Sicht einen guten Überblick der Veranstaltung, der wenig hinzuzufügen ist.
Es bleiben also lediglich ein paar Krümel mit Bezug zur Wikimedia Foundation, die ich aufgreifen möchte.

Funds Dissemination Committee
Es geht los! Kein Scherz! Es scheint fast, als ob es nur wenige mitbekommen haben und gerade die deutschsprachige Community kaum daran interessiert ist, wie in Zukunft die eingenommenen Spenden an die Chapter und andere von der Wikimedia Foundation anerkannte Organisationen verteilt werden. Es wird sich einiges ändern, nicht nur für die Chapter sondern auch für die Foundation, deren Jahresplan zukünftig wie die der Chapter einen neuen Prozess und die Bewertung durch eine Gruppe von Freiwilligen durchlaufen muss, bevor die Mittel ausgeschüttet werden. Nachdem das Board auf der Sitzung am 11. Juli den vorliegenden Vorschlag zu Aufbau und Funktion des Funds Dissemination Committee (FDC) einstimmig beschlossen hat, werden nun Kandidaten für das Komitee gesucht, das im September seine Arbeit aufnehmen soll.

Q&A des Boards of Trustees
Schon Tradition ist die Q&A-Session des Board of Trustees auf der Wikimania. Und schon immer war es nicht einfach, ein passendes, den Bedürfnissen der Besucher gerecht werdendes Format zu finden. Und mit zunehmender Anzahl der Teilnehmer wird das immer schwieriger. In diesem Jahr wurden die Fragen erstmals vorab während der Konferenz gesammelt (jeder Teilnehmer konnte seine Frage auf einer Karte formulieren). Vor allem die sehr kurz bemessene Zeit für diese Session (etwa 20 Minuten direkt nach dem Vortrag von Sue Gardner) war Grund für diese Vorgehensweise. Was dabei gewonnen wurde, waren Klarheit und Verständlichkeit der Fragen. Was verloren ging, war ein Teil der Spontaneität, gerade aus dem Publikum. Florence Devouard kritisierte dieses Format gestern auf der Wikimania-Mailingliste und ich stimme ihr grundsätzlich zu, habe aber auch noch keine zündende Idee. Eine Diskussionsrunde mit etwa 800 Teilnehmern? Undenkbar. Eine Paneldiskussion mit einer gemischten Gruppe? Schon eher. Aber ist das nicht doch eher ein Format für eine Fernsehshow als für 800 Zuschauer im Plenum? Und was ist es eigentlich, das die Besucher der Wikimania vom Board wissen wollen? Gute Ideen sind immer gern gesehen, besonders auf der Feedback-Seite, auf der auch alles andere rund um die Wikimania gesammelt wird, um die Veranstaltung im nächsten Jahr noch besser machen zu können.

Board-Interna
Am 11. July also fand das erste Board-Meeting statt, an dem Patricio und ich als neue Mitglieder teilgenommen haben. Da die anstehenden Beschlüsse in Absprache mit uns „Neuen“ als Abschluss bereits laufender Diskussionen vom bisherigen Board gefasst wurden, nahmen auch Phoebe und Arne über den gesamten Zeitraum an der gut 9-stündigen Sitzung teil. Dies und auch die vorab-Aufnahme in die Mailingliste des Boards machten es recht einfach, sich einzufinden und auch einzubringen. Was wir vertagen mussten, ist die Besetzung der Vorstands-Arbeitsgruppen, wer die nicht-stimmberechtigten Sitze im FDC und im Chapters Committee übernimmt. Das wird jetzt online erledigt und wir hoffen, Anfang August die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen abschließen zu können. Sollten persönliche Diskussionen notwendig sein, wird das auf dem nächsten Meeting Ende Oktober geklärt, dem dann auch eine Klausur vorausgehen soll.

  3 Responses to “Wikimania-Krümel”

  1. Die Q&A-Runde habe ich vorzeitig verlassen. Ich fühlte mich ehrlich gesagt durch die Vorfilterung veralbert, die zum Teil doch arg Unsinnige Fragen brachte. Auf der anderen Seite kann mir Niemand erzählen, daß es nicht auch kritische Fragen gab. Wie einiges andere leider nur eine blutleere PR-Veranstaltung ohne Tiefgang und Erkenntnisgewinn.

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